Kap. 2.3 | Wie funktioniert eine Nähmaschine?

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wie funktioniert eine nähmaschine




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Auch wenn sich die Geräte unterscheiden: Die Bedienung einfacher Hobbynähmaschinen (sog. “Doppelsteppstich-Nähmaschine”) folgt immer dem gleichen Schema.

Schau dir zunächst die wichtigsten Funktionen einer Nähmaschine an.

wichtige funktionen einer nähmaschineNun wollen wir das Garn einfädeln. Für ein stabiles, gleichmäßiges Nahtbild haben Nähmaschinen einen Ober- und einen Unterfaden. Bevor du deine Nähmaschine startest, musst du das Garn für Ober- und Unterfaden einfädeln.

Wie funktioniert eine Nähmaschine Anleitung

Anleitung

Schritt 1

Unterfaden hochholen hochholden einfädeln Anleitung Wie du den Unterfaden deiner Nähmaschine einfädelst

Dazu musst du den Unterfaden aufspulen. So geht’s:

Die Nähmaschine ist ausgeschaltet.
Nimm die leere Unterfadenspule aus dem Fach deiner Nähmaschine.
Das kann sich entweder unter dem Freiarmaufsatz oder direkt von oben zugänglich bei deiner Nähplatte befinden. Das Spulengehäuse hat oft einen Bügel, den man zum Herausnehmen aufklappen muss.

Führe das Garn von innen nach außen durch das Spulenloch.
Bei einigen Maschinen hat die Spule kein Loch und das Garn wird vereinfacht aufgewickelt.

Setze die Spule auf den Spulenhalter.
Setze auch das Oberfadengarn auf den Garnhalter und führe es über die entsprechende Garnspannervorrichtung deiner Nähmaschine zur Spule.

Schiebe die Spule nun nach rechts, bis sie einrastet.

Unterfaden aufspulen Anleitung Nähkurs

Ziehe das Handrad heraus.
Bei einigen Maschinen entfällt dieser Schritt, sie erkennen automatisch den sog. Spulenmodus.

Halte das Fadenende an der Spule etwas fest oder wickel per Hand ein paar Umdrehungen Garn um die Spule.

Schalte die Maschine ein. Starte die Maschine per Fußpedal. Halte eine konstante Geschwindigkeit, damit das Garn gleichmäßig aufgewickelt wird. Das Garn wickelt sich nun um die Spule. Mache sie nicht zu voll.

Schalte die Nähmaschine zunächst wieder aus.

Unterfadenspule einsetzen:

Bei vielen neuen Nähmaschinen kommt die Unterfadenspule direkt in das Spulenfach, das sich neben der Stichplatte befindet. Hier wird die Spule in der Regel mit dem Fadenende gegen den Uhrzeigersinn eingesetzt. Oft haben die Nähmaschine bereits entsprechende Hinweisaufkleber.

Musst du die Spule in ein entnehmbares Spulengehäuse setzen, gehst du so vor: Setze die Unterfadenspule mit dem Garnende im Uhrzeigersinn in das Spulengehäuse.

So setzt du die Spule der Nähmaschine ein

Ziehe dabei den Faden durch den Schlitz bis zum Ende des Schlitzes.

So setzst du den Unterfaden richtig ein

Spule einsetzen Nähmaschine Online Nähkurs kostenlos

Ziehe das Garn etwas nach und überprüfe, ob beim Zug sich die Spule darin gleichmäßig und leichtgängig dreht.

Setze das Gehäuse samt Spule wieder in das Fach.
Auch hier muss ggf wieder der Bügel aufgeklappt werden.

Unterfaden einsetzen Nähkurs online kostenlos

Oberfaden einfädeln:

Bringe die Nähmaschine mit dem Handrad in die oberste Position. Dabei senkt sich auch oben ein Haken, durch den das Garn hindurchgeführt wird.

Setzt das Garn für den Oberfaden auf den Garnhalter.

Führe den Faden den Markierungen deiner Nähmaschine entsprechend hinunter bis zur Nähmaschinennadel.


Fädel den Faden durch die Öse.

Einige Nähmaschinen haben hierfür einen automatischen Einfädler.

Wie du den Unterfaden hochholen kannst. So geht’s:

Schalte die Nähmaschine wieder ein.
Drücke das Handrad wieder herein.
Lege das Oberfadenende nach vorn und halte es fest.

Drehe das Handrad in Richtung Körper bis der Unterfaden oben erscheint.
Alternativ kannst du die Nähmaschine für 1-2 Stiche per Fußpedal starten. Bitte nicht mehr – der Nähfußhebel ist noch oben. Möchtest du es per Fußpedal machen, senke ihn vorher.
Bei Maschinen mit automatischem Unterfadeneinfädler fällt Punkt 1e) der Grafik weg, das Hochholen per Handrad entfällt.

Ziehe den Unterfaden mit einem spitzen Gegenstand für ca 10cm heraus und lege ihn zusammen mit dem Oberfaden nach hinten.

In diesem Video siehst du:
Unterfaden aufspulen – Oberfaden einfädeln – Unterfaden hochholen

Schritt 2

Überprüfe die Stichlänge, die Stichart und die Stichbreite. Für die ersten Übungsnähte belässt du den einfachen Gerdastich und wählst eine möglichst große Stichlänge.

Schritt 3

Lege den Stoff unter den Nähfuß.

Schritt 4

Senke den Nähfuß mit dem Nähfußhebel.

Schritt 5

Starte die Nähmaschine per Fußpedal.
Wenn du das Nähstück entnehmen möchtest, musst du den Nähfußhebel wieder heben

 

Tipps:

Die Nähmaschine immer erst dann anmachen, wenn du losnähen möchtest. Verhindert unter anderem, dass die über das Pedal laufende Katze anderes als Stoff näht.

Vor dem Losnähen immer erst den Nähfuß senken.

Die Fadenspannung kannst du zunächst der Voreinstellung entsprechend belassen, meist ist das Stufe “4” (Bei einigen Maschinen stellt sich die Fadenspannung automatisch ein).

Je nach Stoff oder Nähvorhaben müssen Garn, Stichlänge, -breite, -art, Fadenspannung, Nähfuß und Nähmaschinennadel angepasst werden. Informationen dazu findest du am besten in der Bedienungsanleitung deiner Nähmaschine.

 

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